Direkt zu

zur Startseite

Verkehrliche Wirkungen von Teleservice- und Telearbeitszentren

Projektleitung/Bearbeiter

Projektleitung: Dr.-Ing. W. Vogt

Bearbeiter: Dr.-Ing. M. Lenz

 

Beschreibung

teleservice_1Die in Spitzenzeiten des werktäglichen Berufsverkehrs sowohl im Straßenverkehr als auch im ÖPNV auftretenden Überlastungen sind allgemein bekannt. Als eine dieser Überlastung entgegenwirkende Maßnahme wird seit Jahren die Telearbeit diskutiert. Als „Telearbeit“ wird ein ganzes Bündel von Organisationsformen bezeichnet, vom alternierenden, an bestimmten Tagen der Woche genutzten Telearbeitsplatz zu Hause bis zum Telearbeitszentrum, Satelliten- oder Nachbarschaftsbüro in Wohnortnähe.

 

Zielstellung

teleservice_2Kern des Forschungsvorhaben ist die Untersuchung der Frage, welchen Beitrag Telearbeitszentren zur Schaffung neuer bzw. Sicherung bestehender Arbeitsplätze im ländlichen Raum leisten können. Als wichtiger Faktor wird die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes bzw. der Aufwand des täglichen Pendelns zur Arbeitsstelle vermutet Zu diesem Zweck wird zunächst der allen Probanden gemeinsame Wohnort Welzheim einer genaueren Untersuchung unterzogen. Eine Zahl von Probanden werden einer zweistufigen Erhebung unterzogen, die aus einem einwöchig zu führenden Wegetagebuch und einem qualitativen Intensivinterview besteht.

 

Schlussfolgerung

teleservice_3Die Auswertung der Intensivinterviews verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen räumlichen, zeitlichen und organisatorisch-personellen Randbedingungen, der Nachfrage nach Aktivitäten und den daraus resultierenden Ortsveränderungen. Hinsichtlich der konkreten Situation in Welzheim wird deutlich, dass die Befragten die Angebote in ihrem Wohnort wahrnehmen. Der Bedarf an Waren des täglichen Bedarfs wird von allen Befragten fast ausschließlich in Welzheim gedeckt. Die Gemeinde Welzheim ist deshalb aus verkehrlicher Sicht als Standort für ein Telearbeitszentrum besonders geeignet. Die Integration des Arbeitsplatzes in den bei den meisten Befragten eher kleinen Aktionsraum führt auf Dauer zu kurzen Wegen mit einem hohen Anteil nichtmotorisierter Verkehrsmittel. Die täglichen Mobilitätsanforderungen werden dadurch vor allem für diejenigen einfacher, die Verantwortung im organisatorisch-personellen Bereich tragen.