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Methodenstudie zur Life-Cycle Bewertung von Straßenbefestigungen

Projektleitung/Bearbeiter

Beschreibung

lifecycle_1Im Zuge von BOT- bzw. Funktionsbauverträgen soll die Verantwortung für die Gebrauchstauglichkeit von Straßenbefestigungen hinsichtlich den funktionellen Anforderungen „Sicherheit“ und „ Befahrbarkeit“ auf den Hersteller übertragen werden. Zur Auftragsvergabe benötigen sowohl Ausschreibender als auch Anbieter Verfahren, welche vor allem eine langfristige Bewertung und Vergleichbarkeit unterschiedlicher Bauweisen und Erhaltungsstrategien ermöglichen.

Die Life-Cycle Bewertung betrachtet neben den Neubaukosten eines Projekts (Nettoinvestitionen) auch betriebs- und volkswirtschaftliche Folgekosten (Ersatzinvestitionen) über die gesamte Lebensdauer einer Anlage.

International ist vor allem in den USA die Life-Cycle Cost Analyse als fester Bestandteil innerhalb des Planungsprozesses zum Vergleich alternativer Bauweisen weit verbreitet. In Deutschland liegen mit den Ergebnissen der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) inzwischen umfangreiche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten von Straßenbefestigungen vor.

 

Zielstellung

Auf Basis der Methodenstudie sollen die Grundlagen für eine anschließende Umsetzung eines Bewertungsverfahrens geschaffen werden. Dieses soll sowohl einen betriebs- wie auch volkswirtschaftlichen Vergleich von Straßenbefestigungen nach heutigem Kenntnisstand ermöglichen.

Die Weiterentwicklung technischer und wirtschaftlicher Randbedingungen lässt dabei keine abschließenden Antworten zu. Ein Gesamtmodell sollte daher auf einer allgemein akzeptierten Bewertungsmethodik basieren, möglichst flexibel und bei Bedarf erweiterbar sein. Zudem sind Unsicherheiten bei der Ermittlung von Eingangsparametern zu beachten.

 

Vorgehensweise

lifecycle_2In der ersten Stufe werden durch Analyse bestehender nationaler und internationaler Modelle die methodischen Grundlagen einer Life-Cycle Bewertung geschaffen. Hierzu werden Eingangsparameter sowie Randbedingungen beurteilt und anschließend deren Sensitivität untersucht. Unerhebliche Parameter sollen dabei liquidiert werden und ein abgeleitetes Gesamtmodell klar und strukturiert gestalt werden. Die zweite Stufe umfasst die softwaretechnische Umsetzung des Life-Cycle Bewertungsmodells.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit linkextern RS Consult (Berlin) im Auftrag der linkextern Bundesanstalt für Straßenwesen (FE 09.140) bearbeitet.