Methodenstudie zur Life-Cycle Bewertung von Straßenbefestigungen
Projektleitung/Bearbeiter
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Kai Tejkl
Beschreibung
Im Zuge von BOT- bzw.
Funktionsbauverträgen soll die Verantwortung für die Gebrauchstauglichkeit von Straßenbefestigungen
hinsichtlich den funktionellen Anforderungen „Sicherheit“ und „ Befahrbarkeit“ auf den Hersteller
übertragen werden. Zur Auftragsvergabe benötigen sowohl Ausschreibender als auch Anbieter
Verfahren, welche vor allem eine langfristige Bewertung und Vergleichbarkeit unterschiedlicher
Bauweisen und Erhaltungsstrategien ermöglichen.
Die Life-Cycle Bewertung betrachtet neben den Neubaukosten eines Projekts (Nettoinvestitionen) auch betriebs- und volkswirtschaftliche Folgekosten (Ersatzinvestitionen) über die gesamte Lebensdauer einer Anlage.
International ist vor allem in den USA die Life-Cycle Cost Analyse als fester Bestandteil innerhalb des Planungsprozesses zum Vergleich alternativer Bauweisen weit verbreitet. In Deutschland liegen mit den Ergebnissen der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) inzwischen umfangreiche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten von Straßenbefestigungen vor.
Zielstellung
Auf Basis der Methodenstudie sollen die Grundlagen für eine anschließende Umsetzung eines Bewertungsverfahrens geschaffen werden. Dieses soll sowohl einen betriebs- wie auch volkswirtschaftlichen Vergleich von Straßenbefestigungen nach heutigem Kenntnisstand ermöglichen.
Die Weiterentwicklung technischer und wirtschaftlicher Randbedingungen lässt dabei keine abschließenden Antworten zu. Ein Gesamtmodell sollte daher auf einer allgemein akzeptierten Bewertungsmethodik basieren, möglichst flexibel und bei Bedarf erweiterbar sein. Zudem sind Unsicherheiten bei der Ermittlung von Eingangsparametern zu beachten.
Vorgehensweise
In der ersten Stufe werden
durch Analyse bestehender nationaler und internationaler Modelle die methodischen Grundlagen einer
Life-Cycle Bewertung geschaffen. Hierzu werden Eingangsparameter sowie Randbedingungen beurteilt
und anschließend deren Sensitivität untersucht. Unerhebliche Parameter sollen dabei liquidiert
werden und ein abgeleitetes Gesamtmodell klar und strukturiert gestalt werden. Die zweite Stufe
umfasst die softwaretechnische Umsetzung des Life-Cycle Bewertungsmodells.
Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit
RS Consult (Berlin) im Auftrag der
Bundesanstalt
für Straßenwesen (FE 09.140) bearbeitet.
