Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik

Lehre

Sie suchen nach Themen für eine Studentische Arbeit? Hier finden Sie unsere aktuell ausgeschriebenen Arbeiten unterschiedlicher Themenschwerpunkte.

Die Auswahl unserer aktuell angebotenen studentischen, unterschiedliche Forschungsschwerpunkten implementierende Arbeiten finden Sie hier.

Studentische Arbeiten

Titel:

Vergleich von Methoden zur Messung und Bewertung des Staus im Straßenverkehr

Aufgabenstellung:
Kommerzielle Anbieter von Floating-Car-Daten (TomTom, INRIX) nutzen Geschwindigkeitsdaten um Aussagen zur Verkehrsqualität im Straßenverkehr zu machen.

  • INRIX (http://inrix.com/scorecard) ermittelt u.a. die Zeitverluste und Staukosten in Städten. Dabei fällt auf, dass die Verlustzeit zwischen 2016 und 2018 sprunghaft steigt und für 2019 wieder sinkt.
  • TomTom (https://www.tomtom.com/en_gb/traffic-index/stuttgart-traffic#statistics) veröffentlicht einen Congestion-Level und die Reisezeitverlängerung in der Hauptverkehrszeit.

In der Arbeit sollen die Ergebnisse der beiden Anbieter untereinander und im Zeitverlauf (2010 bis 2019) verglichen und im Hinblick auf ihre Aussagekraft bewertet werden. Dazu sollen die Berechnungsmethoden der beiden Anbieter analysiert und beschrieben werden.


Titel:

Ermittlung repräsentativer Zugangs-, Abgangs- und Parksuchzeiten im Pkw-Verkehr

Aufgabenstellung:
Reisezeiten sind eine wichtige Kenngröße zur Bewertung der Angebotsqualität in Verkehrsnetzen. Die Reisezeit umfasst den Zeitaufwand für eine Ortsveränderung von der Startadresse bis zur Zieladresse. Sie setzt sich damit aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Zugangszeit: Gehzeit von der Startadresse bis zum Einstiegspunkt in das Fahrzeug.
  • Beförderungszeit: Zeitaufwand für die Fahrt vom Einstieg in das Fahrzeug bis zum Ausstieg aus dem Fahrzeug. Die Beförderungszeit enthält damit ggf. auch den Zeitaufwand für eine Parkplatzsuche.
  • Abgangszeit: Gehzeit vom Ausstiegspunkt aus dem Fahrzeug bis zur Zieladresse.

Für die Bewertung verkehrsplanerischer und verkehrstechnischer Maßnahmen erfolgt die Ermittlung der Reisezeiten nicht mikroskopisch für Einzelpersonen von einer Startadresse zu einer Zieladresse, sondern makroskopisch für einen Verkehrsstrom von einer Startverkehrszelle zu einer Zielverkehrszelle. Die Reisezeit einer Quelle-Ziel Relation repräsentiert dann einen mittleren Zeitaufwand über alle Verkehrsteilnehmer dieser Relation.
Ziel der Arbeit ist es, typische Zugangs-, Abgangs- und Parksuchzeiten im Pkw-Verkehr unter bestimmten Randbedingungen (z.B. Lage im Netz, Bebauungsdichte u.ä.) zu ermitteln. Für die Ermittlung der Zeiten soll eine Befragung konzipiert werden. Im Rahmen einer straßenseitigen Befragung der Pkw-Fahrer an den Fahrzeugabstellplätzen sollen Fahrer, die gerade ihr Fahrzeug betreten oder verlassen, nach folgenden Daten befragt werden:

  • Startadresse und Zieladresse,
  • Fahrtroute inkl. Parksuchverkehr (evtl. anhand einer Karte),
  • Parkplatzsuchzeit und Fahrtzeit,
  • Gehzeit zwischen Fahrzeug und Startadresse bzw. Zieladresse.

Die Befragungen sollen sowohl in Parkhäusern als auch im öffentlichen Straßenraum stattfinden.


Titel:

Analyse des Verkehrsverhaltens der Beschäftigten im gemeinsamen „Gewerbegebiet Buch / Sol“ der Gemeinden Holzgerlingen und Weil im Schönbuch

Aufgabenstellung:
Aus dem gemeinsamen „Gewerbegebiet Buch / Sol“ der Gemeinden Holzgerlingen und Weil im Schönbuch wird berichtet, dass sich die Parkraumsituation zunehmend verschlechtert. Mit der Bachelorarbeit soll das Verkehrsverhalten der Beschäftigten analysiert werden, um zu prüfen, ob, ggfs. mit flankierenden Maßnahmen auf der Schönbuchbahn und im Radwegenetz, nennenswerte Anteile des Pendlerverkehrs vom motorisierten Individualverkehr auf alternative Verkehrsmittel verlagert werden können. Hierzu sind folgende Teilaufgaben zu bearbeiten:

  • Literaturanalyse zum Thema „Befragung zum Verkehrsverhalten von Beschäftigten in Gewerbegebiete“.
  • Durchführung und Auswertung der Befragung (Internet, LimeSurvey).
  • Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen zur Veränderung der Verkehrsmittelwahl der Beschäftigten

Titel:

Einfluss der Entfernung auf Ridesharingpotenziale

Aufgabenstellung:
Im Projekt MEGAFON (siehe Webseite des Lehrstuhls) für den Verband deutscher Verkehrsunternehmen ist am Lehrstuhl ein Algorithmus zur Abschätzung von Ridesharingpotenzialen entstanden. Dieser Algorithmus vergleicht die Fahrzeugfahrten einer Personengruppe (Anbieter) mit den Fahrtwünschen einer anderen Personengruppe (Nachfrager). Passen die Ortsveränderungen räumlich und zeitlich zusammen, besteht die Möglichkeit die Ortsveränderung gemeinsam durchzuführen. Im Rahmen einer studentischen Arbeit soll untersucht werden wie sich die Ridesharingpotenziale in Abhängigkeit der Entfernung entwickeln. Für die Bearbeitung sind Kenntnisse über Datenbanken oder Programmiererfahrung wünschenswert.


Titel:

Level of Service Konzepte für die Bewertung der Angebotsqualität im Verkehr

Aufgabenstellung:
Ähnlich wie im Bereich der schulischen und universitären Ausbildung, in der Leistungen mit Noten (z.B. Note 1 bis 6) bewertet werden, werden auch im Verkehrswesen für die Qualität des Angebots Noten vergeben. Da diese Bewertungskonzepte ursprünglich in den USA entwickelt wurden, hat sich das Notenschema A bis F durchgesetzt. Im angelsächsischen Sprachraum wird hierfür der Begriff Level of Service (LOS) verwendet. Im deutschen Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen HBS wird der Begriff Qualitätsstufen der Angebotsqualität (QSV) genutzt, in den Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung RIN heißt es Stufen der Angebotsqualität (SAQ).
Der LOS wird dabei zur Bewertung sehr unterschiedlicher Kenngrößen genutzt (z.B. Wartezeiten und Auslastungsgrad einer Verkehrsanlage im HBS, Luftliniengeschwindigkeit und Umsteigehäufigkeit einer Relation in den RIN).
Ziel der Bachelorarbeit ist es, mit Hilfe einer Literaturauswertung Beispiele für die weltweite Anwendung des LOS-Konzepts im Verkehrswesen zusammenzustellen. So wird das LOS-Konzept in Australien beispielsweise auch für die Bewertung im Fußgänger- und Radverkehr und im amerikanischen Highway Capacity Manual (HCM) für die Bewertung der Verkehrssicherheit eingesetzt.

Voraussetzung:

Englischkenntnisse


Titel:

Fahrzeugdichte und Rückstaulängen an überlasteten Lichtsignalanlagen

Aufgabenstellung:
In der Hauptverkehrszeit kommt es an Lichtsignalanlagen häufig zu Auslastungsgraden von über 100%. Der Zufluss ist größer als der Abfluss und es entsteht ein Rückstau. Über die Fahrzeugdichte [Fz/km] im Rückstau ist wenig bekannt. Bei einem mittleren Abstand der Fahrzeuge im Rückstau von 7 [m] kommt man auf eine Dichte von ca. 140 [Fz/km]. Kennt man die mittlere Abflussrate pro Umlauf oder pro Minute (z.B. 14 [Fzg/min]) kann man die Wartezeit aus der Staulänge abschätzen (Wartezeit = Staulänge * Dichte / Abflussrate). Zum Beispeil: Wartezeit bei 1 km Staulänge = 1 [km] * 140 [Fzg/km] / 14 [Fzg/min] = 10 [min].
Ziel der Arbeit ist es Aussagen zur Staudichte zu machen. Dazu ist eine Methode zu entwickeln, mit der man die Staudichten an Lichtsignalanlagen durch Beobachtungen erfassen kann. Mit dieser Methode soll die Staudichte für mehrere Knotenpunkte erfasst werden.

Diese Arbeit ist als Gruppenarbeit konzipiert

 

Hinweis

Bitte beachten Sie folgende Empfehlungen für die Anfertigung von studentischen Arbeiten am Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik:

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