Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik

Lehre

Sie suchen nach Themen für eine Studentische Arbeit? Hier finden Sie unsere aktuell ausgeschriebenen Arbeiten unterschiedlicher Themenschwerpunkte.

Hier finden Sie eine Auswahl unserer aktuell angebotenen Studentischen Arbeiten mit jeweils unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten.

Studentische Arbeiten

Titel:

Mobilitätskonzept für ein Kleinzentrum - Teil: ergänzendes Busnetz

Aufgabenstellung:

Mobilitätskonzept für ein Kleinzentrum - Teil: ergänzendes Busnetz
Aufgabenstellung:
Im Rahmen von Vorarbeiten zu einem Mobilitätskonzept für Holzgerlingen ist auch das dortige Busnetz anhand folgender Arbeitsschritte zu überarbeiten.

  • Wie sind das heute bestehende Busnetz und sein Betrieb zu charakterisieren (Fahrgastaufkommen, Bedienungshäufigkeit, Ganglinie Auslastung etc.)?
  • Ist der Betrieb bedarfsgerecht, sozial und umweltschonend?
  • Welche Verbesserungen sollten in Linienführung und Bedienung (Takt etc.) vorgenommen werden?
  • Wie könnte die Attraktivität verbessert werden (Stichworte Komfort, Information etc.)?

Zunächst ist eine Literaturrecherche durchzuführen, die dann anhand des örtlichen Meinungsbildes (Zeitungen, Gespräche im vorpolitischen Raum, etc.) kritisch zu würdigen ist.
Bei der Entwicklung der Lösungsmöglichkeiten sollten unterschiedliche Szenarien, unter Einschluss eines Extremszenarios, entwickelt werden.
Die Arbeiten münden in eine Präsentation, die vom Holzgerlinger Stadtrat diskutiert werden kann.

Auch geeignet für eine Gruppenarbeit


Titel:

Ermittlung repräsentativer Zugangs-, Abgangs- und Parksuchzeiten im Pkw-Verkehr

Aufgabenstellung:

Reisezeiten sind eine wichtige Kenngröße zur Bewertung der Angebotsqualität in Verkehrsnetzen. Die Reisezeit umfasst den Zeitaufwand für eine Ortsveränderung von der Startadresse bis zur Zieladresse. Sie setzt sich damit aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Zugangszeit: Gehzeit von der Startadresse bis zum Einstiegspunkt in das Fahrzeug.
  • Beförderungszeit: Zeitaufwand für die Fahrt vom Einstieg in das Fahrzeug bis zum Ausstieg aus dem Fahrzeug. Die Beförderungszeit enthält damit ggf. auch den Zeitaufwand für eine Parkplatzsuche.
  • Abgangszeit: Gehzeit vom Ausstiegspunkt aus dem Fahrzeug bis zur Zieladresse.

Für die Bewertung verkehrsplanerischer und verkehrstechnischer Maßnahmen erfolgt die Ermittlung der Reisezeiten nicht mikroskopisch für Einzelpersonen von einer Startadresse zu einer Zieladresse, sondern makroskopisch für einen Verkehrsstrom von einer Startverkehrszelle zu einer Zielverkehrszelle. Die Reisezeit einer Quelle-Ziel Relation repräsentiert dann einen mittleren Zeitaufwand über alle Verkehrsteilnehmer dieser Relation.

Ziel der Arbeit ist es, typische Zugangs-, Abgangs- und Parksuchzeiten im Pkw-Verkehr unter bestimmten Randbedingungen (z.B. Lage im Netz, Bebauungsdichte u.ä.) zu ermitteln. Für die Ermittlung der Zeiten soll eine Befragung konzipiert werden. Im Rahmen einer straßenseitigen Befragung der Pkw-Fahrer an den Fahrzeugabstellplätzen sollen Fahrer, die gerade ihr Fahrzeug betreten oder verlassen, nach folgenden Daten befrag werden:

  • Startadresse und Zieladresse,
  • Fahrtroute inkl. Parksuchverkehr (evtl. anhand einer Karte),
  • Parkplatzsuchzeit und Fahrtzeit,
  • Gehzeit zwischen Fahrzeug und Startadresse bzw. Zieladresse.

Die Befragungen sollen sowohl in Parkhäusern als auch im öffentlichen Straßenraum stattfinden.


Titel:

Beschreibung des Lieferverkehrs mit Kraftfahrzeugen auf der Königstraße in Stuttgart

Aufgabenstellung:

Unter anderem im Rahmen von Luftreinhaltekonzepten oder auch von Überlegungen zum Klimaschutz werden immer häufiger sog. City-Logistik-Konzepte gefordert, mit denen die negativen Wirkungen der heutigen Versorgung von Innenstädten mit Waren vermieden oder zumindest verringert werden sollen. Dabei ist die aktuelle Ausgangssituation meistens nicht bekannt! Die Bachelorarbeit soll daher einen Beitrag zum Schließen dieser Wissenslücke liefern und den heutigen Lieferverkehr mit Kraftfahrzeugen am Beispiel der Königstraße in Stuttgart beobachten. Für eine typische Woche sind empirisch die folgenden Kenngrößen zu ermitteln:

  • Anzahl und zeitliche Verteilung der Lieferfahrzeuge.
  • Größenverteilung der Lieferfahrzeuge.
  • Antriebskonzepte der Lieferfahrzeuge.
  • Anzahl der Lieferstellen in der Königstraße.
  • Wegstrecken und Aufenthaltsdauer in der Königstraße.
  • Auslastung (Gewicht, Fläche, Volumen) der Lieferfahrzeuge beim Einfahren in und Ausfahren aus der Königstraße.
    Lieferumfang je Lieferstelle.
  • Personaleinsatz je Lieferfahrzeug.
  • Wegekette vor Einfahren in die Königstraße.
  • Wegekette nach Verlassen der Königstraße.

Titel:

Einfluss der Entfernung auf Ridesharingpotenziale

Aufgabenstellung:

Im Projekt MEGAFON (siehe Webseite des Lehrstuhls) für den Verband deutscher Verkehrsunternehmen ist am Lehrstuhl ein Algorithmus zur Abschätzung von Ridesharingpotenzialen entstanden. Dieser Algorithmus vergleicht die Fahrzeugfahrten einer Personengruppe (Anbieter) mit den Fahrtwünschen einer anderen Personengruppe (Nachfrager). Passen die Ortsveränderungen räumlich und zeitlich zusammen, besteht die Möglichkeit die Ortsveränderung gemeinsam durchzuführen. Im Rahmen einer studentischen Arbeit soll untersucht werden wie sich die Ridesharingpotenziale in Abhängigkeit der Entfernung entwickeln. Für die Bearbeitung sind Kenntnisse über Datenbanken oder Programmiererfahrung wünschenswert.


Titel:

Level of Service Konzepte für die Bewertung der Angebotsqualität im Verkehr

Aufgabenstellung:

Ähnlich wie im Bereich der schulischen und universitären Ausbildung, in der Leistungen mit Noten (z.B. Note 1 bis 6) bewertet werden, werden auch im Verkehrswesen für die Qualität des Angebots Noten vergeben. Da diese Bewertungskonzepte ursprünglich in den USA entwickelt wurden, hat sich das Notenschema A bis F durchgesetzt. Im angelsächsischen Sprachraum wird hierfür der Begriff Level of Service (LOS) verwendet. Im deutschen Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen HBS wird der Begriff Qualitätsstufen der Angebotsqualität (QSV) genutzt, in den Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung RIN heißt es Stufen der Angebotsqualität (SAQ).

Der LOS wird dabei zur Bewertung sehr unterschiedlicher Kenngrößen genutzt (z.B. Wartezeiten und Auslastungsgrad einer Verkehrsanlage im HBS, Luftliniengeschwindigkeit und Umsteigehäufigkeit einer Relation in den RIN).

Ziel der Bachelorarbeit ist es, mit Hilfe einer Literaturauswertung Beispiele für die weltweite Anwendung des LOS-Konzepts im Verkehrswesen zusammenzustellen. So wird das LOS-Konzept in Australien beispielsweise auch für die Bewertung im Fußgänger- und Radverkehr und im amerikanischen Highway Capacity Manual (HCM) für die Bewertung der Verkehrssicherheit eingesetzt.

Voraussetzung:

Englisch­kenntnis:

 


Titel:

Fahrzeugdichte und Rückstaulängen an überlasteten Lichtsignalanlagen

Aufgabenstellung:

In der Hauptverkehrszeit kommt es an Lichtsignalanlagen häufig zu Auslastungsgraden von über 100%. Der Zufluss ist größer als der Abfluss und es entsteht ein Rückstau. Über die Fahrzeugdichte [Fz/km] im Rückstau ist wenig bekannt. Bei einem mittleren Abstand der Fahrzeuge im Rückstau von 7 [m] kommt man auf eine Dichte von ca. 140 [Fz/km]. Kennt man die mittlere Abflussrate pro Umlauf oder pro Minute (z.B. 14 [Fzg/min]) kann man die Wartezeit aus der Staulänge abschätzen (Wartezeit = Staulänge * Dichte / Abflussrate). Zum Beispeil: Wartezeit bei 1 km Staulänge = 1 [km] * 140 [Fzg/km] / 14 [Fzg/min] = 10 [min].
Ziel der Arbeit ist es Aussagen zur Staudichte zu machen. Dazu ist eine Methode zu entwickeln, mit der man die Staudichten an Lichtsignalanlagen durch Beobachtungen erfassen kann. Mit dieser Methode soll die Staudichte für mehrere Knotenpunkte erfasst werden.

Geeignet für eine Gruppenarbeit


 

Titel:

Kapazität von Autobahnen bei Nutzung hochautomatisierter Fahrzeuge

Aufgabenstellung:

Die Kapazität eines Autobahnfahrstreifens liegt bei rund 2.000 Fahrzeugen pro Stunde. Dieser Wert ergibt sich aus einem durchschnittlichen Fahrzeugfolgeabstand von 1,8s (Bruttozeitlücke). Bei mehreren Fahrstreifen erhöht sich die Kapazität nur dann linear mit der Zahl der Fahrstreifen, wenn alle Fahrzeuge die gleiche Geschwindigkeit fahren. Bei unterschiedlichen Wunschgeschwindigkeiten, z.B. für Pkw und Lkw, reduziert sich die Kapazität, da alle Pkw an den Lkw vorbeifahren müssen.
Zukünftige hochautomatisierte und vernetze Fahrzeuge werden kürzere Fahrzeugfolgeabstände ermöglichen. Einfache makroskopische Modelle prognostizieren für Autobahnen einen Kapazitätszuwachs von bis zu 100%, wenn die Fahrzeuge mit einem Abstand von ca. 0,9s Bruttozeitlücke fahren können. Für die Übergangszeit, in der sowohl konventionelle als auch automatisierte Fahrzeuge die gleichen Straßen nutzen, wird außerdem die Einführung von Sonderstreifen für automatisierte Fahrzeuge vorgeschlagen.
Allerdings werden automatisierte Fahrzeuge Kapazitätszuwächse vor allem dann ermöglichen, wenn alle Fahrzeuge gleich schnell unterwegs sind. Deshalb soll in der Arbeit mit dem mikroskopischen Verkehrsflussmodell VISSIM der Einfluss unterschiedlicher Wunschgeschwindigkeiten auf die Kapazität untersucht werden. Eine Verkehrsflusssimulation ermöglicht es fiktive Zustände zu untersuchen, um so die Wirkungen deutlicher zu erkennen. In der Arbeit sollen u.a. folgende Experimente zur Ermittlung der Kapazität durchgeführt werden:

  • 2 Fahrstreifen, eine einheitliche Pkw- und Lkw-Geschwindigkeit (130 km/h und 80 km/h). Es ist nur ein Lkw unterwegs. Wie groß ist die Kapazität
  • Wie 1, aber mit 2 Pkw-Geschwindigkeiten (z.B. 130 und 180 km/h) oder mit einer Geschwindigkeitsverteilung.
  • 3 Fahrstreifen, zwei einheitliche Pkw- und Lkw-Geschwindigkeit. Es ist nur 1 Lkw unterwegs, 20% der Pkw wollen schnell fahren.
  • Linker Fahrstreifen für automatisierte Fahrzeuge. Der Anteil der automatisierten Fahrzeuge wird von 10% bis 100% variiert.


    Voraussetzung:

    Kenntnisse in VISSIM


Titel:

Analyse von bestehenden Praktiken in der Nachfragemodellierung

Aufgabenstellung:

Verkehrsplaner nutzen Verkehrsnachfragemodelle, um die Wirkungen von zukünftigen Entwicklungen und geplanten verkehrlichen oder raumplanerischen Maßnahmen zu quantifizieren. Dabei würden sie gerne davon ausgehen, dass das eingesetzte Modell valide Ergebnisse liefert, auf deren Grundlage planerische Entscheidungen getroffen werden können. Ein Verkehrsnachfragemodell wird dann als gut bezeichnet, wenn für den heutigen Zustand beobachtete und berechnete Werte möglichst gut übereinstimmen und wenn es Wirkungszusammenhänge zwischen Verkehrsangebot und Verkehrs¬nachfrage realitätsnah abbilden kann.
Für die deutschsprachigen Länder existiert derzeit keine bindende Richtlinie hinsichtlich des Aufbaus und der Qualitätssicherung von Verkehrsnachfragemodellen. Diese fehlende Standardisierung führte dazu, dass sich diverse Modellierungsmethoden in der Praxis durchgesetzt haben. Im Zuge eines Forschungsprojekts („Qualitätssicherung von Verkehrsmodellen“ (SVI 2015/001)) am Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik der Universität Stuttgart wurde eine Expertenumfrage durchgeführt, die eben diese Praktiken bei Modellaufbau und Qualitätssicherung erfassen sollte.
Im Rahmen der Arbeit soll eine vertiefte Analyse der Umfrage aus dem SVI-Projekt durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang sollen auch ähnliche Umfragen betrachtet werden, z.B.:


Titel:

Verfügbarkeit und Zugangszeiten von flexiblem Car Sharing

Aufgabenstellung:

Die Integration von flexiblem Car Sharing in die Verkehrsnachfragemodellierung bringt diverse Schwierigkeiten mit sich. Um den Modus abzubilden, muss das Verkehrsangebot mit seinen charakteristischen Kenngrößen richtig beschrieben werden. Für die Nutzung von flexiblem Car Sharing ist die räumliche und zeitliche Verfügbarkeit von zentraler Bedeutung. Diese soll im Zuge der Arbeit am Beispiel des Car-Sharing-Anbieters Car2Go für die Region Stuttgart untersucht und quantifiziert werden.
Dazu sollen die Daten einer Haushaltsbefragung mit Flottendaten von Car2Go verschnitten werden (beide Datensätze bereits vorhanden). Herausgearbeitet werden sollen:

  • Anteil der Wege, für die eine Fahrt mit Car2Go aufgrund der Beschränkung des Geschäftsgebietes möglich wäre
  • Mittlere (und zeitlich und räumlich differenzierte) Zugangszeit und –weite bis zum nächsten verfügbaren Fahrzeug unter Variation von Annahmen hinsichtlich Reservierungszeit, Suchzeit und Abgangszeit
  • Darauf aufbauend einfaches Modell zum Abschätzen des Verlagerungspotentiales von Car Sharing

Titel:

Qualität und Abdeckung der Google-Maps Routendaten für den öffentlichen Verkehr

Aufgabenstellung:

Mit dem in Google-Maps integrierten Routenplaner ist es möglich, nach Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu suchen. In Deutschland sind nicht alle Angebotsdaten des öffentlichen Personennahverkehrs hinterlegt. Begründet liegt es in der Bereitschaft jedes Nahverkehrsunternehmen seine Daten Plattformen wie Google Maps zur Verfügung zu stellen. Ortsabhängig kann es deswegen vorkommen, dass keine Verbindung gefunden wird. Es suggeriert, dass kein ÖV-Angebot vorhanden ist, obwohl Nahverkehrsunternehmen das Gebiet bedienen.
Weiterhin ist die Verbindungssuche im öffentlichen Verkehr komplexer als die Routenwahl für den Individualverkehr, da neben der Reisezeit und Routenlänge weitere Parameter für die Attraktivität der Verbindung von Relevanz sind (z.B. Abfahrtszeitpunkt, Umsteigehäufigkeit). Um geeignete Verbindungen vorzuschlagen, müssen somit zusätzliche Annahmen getroffen werden; die Vorschläge können sich von Auskunftssystem zu Auskunftssystem deutlich unterscheiden.
Ziel der Masterarbeit ist es, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglicht, die räumliche Abdeckung der ÖPNV-Daten durch Google-Maps in Deutschland gemeindescharf zu bestimmen und zu visualisieren.
Zudem soll untersuchen, welche Unterschiede in den Ergebnissen der Verbindungssuche zwischen den Informationsplattformen der Verkehrsunternehmen und Google Maps besteht.


Titel:

Analyse der Auswirkungen von Beschleunigungsmaßnahmen im ÖPNV auf Grüne Wellen

Aufgabenstellung:

Im Stuttgarter Westen befindet sich ein Streckenzug mit vier Signalanlagen, die vom Grundablauf her koordiniert sind, deren Umlauf aber recht oft durch Bevorrechtigungseingriffe von Stadtbahnen (derzeit 3 Linien im 10 Min - Takt) gestört wird. Über den Verkehrsrechner können z.B. für einen Tag die Echtzeitdaten mitgeschrieben werden. Die Verkehrsmengen stehen "historisch" zur Verfügung.
Für den Streckenzug soll eine ungestörte Welle sowie eine "Echtzeit" Welle entwickelt und mit einer Verkehrsflusssimulation bewertet werden. Als Ergebnis sollen Zeitverluste, die Anzahl der Halte sowie überschläglich der Kraftstoffverbrauch abgeschätzt werden.

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISSIM


Titel:

Ein- und Ausstiegsorte beim regionalen Ridesharing

Aufgabenstellung:

Ridesharing, d.h. die Mitnahme von Mitfahrern in privaten Fahrzeugen, hat bis jetzt vor allem bei Reisen über größere Entfernungen eine Bedeutung. Fahrer und Mitfahrer finden sich meist über Vermittlungsportale und vereinbaren einen Einstiegs- und Ausstiegsort für den Mitfahrer. Der Fahrer muss dazu u.U. gewisse Umwege in Kauf nehmen, die aber bei längeren Reisen keinen großen Einfluss haben. In den nächsten Jahren wird erwartet, dass die Zahl von Angeboten beim regionalen Ridesharing zunimmt. Außerdem kann Ridesharing langfristig mit der Verfügbarkeit autonom fahrender Fahrzeuge an Bedeutung gewinnen, da hier Fahrzeuge auch ohne Fahrer umgesetzt werden können. Beim regionalen Ridesharing sind die Entfernungen bzw. die Reisezeiten kürzer, so dass Umwege für das Einsammeln und Absetzen der Mitfahrer die Reisezeiten und damit die Akzeptanz von Ridesharing beeinflussen. Zum einen erwarten Mitfahrer möglichst kurze Zu- und Abgangswege. Idealerweise werden sie direkt an der Quelle abgeholt und am Ziel abgesetzt. Der Fahrer und andere Mitfahrer, die bereits im Fahrzeug sitzen, wollen dagegen möglichst direkt zum Ziel kommen. Daraus ergeben sich die zentralen Fragestellungen, die in der Bachelorarbeit bearbeitet werden soll:

  • Wo sollen die Ein- und Ausstiegsorte eines Ridesharingsystems angeordnet werden? Direkt am Aktivitätenort der Reisenden oder an zentralen Ridesharing-Haltestellen?
  • Welchen Einfluss haben die Ein- und Ausstiegsorte auf die Leistungsfähigkeit des Ridesharingsystems aus Sicht der Reisenden ( Ziel ist die Minimierung der Reisezeit), aus Sicht eines Ridesharinganbieters ( Ziel ist die Maximierung der Mitfahrer bei einer gegeben Anzahl von Pkw-Fahrten oder autonomer Fahrzeuge) und aus Sicht einer Stadt (Ziel ist möglichst wenig Pkw-Verkehr bzw. ein hoher Besetzungsgrad)?

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM


Titel:

Kapazität von Verknüpfungspunkten beim Umstieg von ÖV-Fahrzeugen mit hoher Kapazität auf Sammeltaxis oder autonome Sharingfahrzeuge

Aufgabenstellung:

An Fernbahnhöfen steigt heute ein relativ kleiner Teil der Fahrgäste vom Schienenverkehr auf Taxos um. Dabei soll bzw. muss der Fahrgast das erste Fahrzeug in der Warteschlange der Taxis nutzen.

Wenn man einen Zustand unterstellt, bei dem eine deutlich größere Zahl von Fahrgästen nach der Ankunft eines Zuges mehr oder weniger gleichzeitig auf Taxis umsteigt, wird es zu Abfertigungsproblemen kommen. Dieser Fall kann z.B. dann eintreten, wenn die Taxinutzung durch autonome Fahrzeuge deutlich preiswerter wird oder, wenn Busse durch autonome Ridesharingfahrzeuge ersetzt werden. Dann müssen Fahrgäste mit dem gleichen Ziel in möglichst kurzer Zeit in das passende Taxi gelotst werden. Die Abfertigung der Fahrgäste und die Ausfahrt der Fahrzeuge kann dann nicht mehr sequentiell mit einer Warteschlange erfolgen, sondern erfordert parallele Abfertigungsprozesse. Das stellt neue, bisher unbekannte Anforderungen an die Abfertigungsanlagen. Außerdem fehlen Aussagen, welche Fahrgast- bzw. Fahrzeugzahlen auf diese Weise pro Zeiteinheit abgefertigt werden können.
Ziel der Arbeit ist es, durch eigene Überlegungen und mikroskopische Verkehrsflusssimulationen Aussagen zur Gestaltung und zur Leistungsfähigkeit von derartigen Verknüpfungspunkten zu machen.

Voraussetzung:

Absolvierung des Moduls Verkehrsflussmodelle


Titel:

Untersuchung der Symmetrie von Wegeketten und Netzbelastungen

Aufgabenstellung:

Viele Verkehrsplaner erwarten, dass die Verkehrsstärken der beiden Fahrtrichtungen einer Strecke im Tagesmittel ähnlich sind. Diese Erwartung ergibt sich u.a. aus der Beobachtung, dass ein großer Anteil aller Wegeketten genau einen Aktivitätenort umfasst (Wohnen-Arbeit-Wohnen). Auch bei komplexeren Wegeketten mit zwei oder mehr Aktivitätenorten (Wohnen-Arbeit-Einkauf-Wohnen) können die Aktivitätenorte auf „einer Linie“ oder entlang einer Route liegen und so zu symmetrischen Belastungen führen.

Ziel der Arbeit ist es auf der Ebene der Wegeketten und auf der Ebene der Netzbelastungen die Symmetrie der Verkehrsnachfrage zu untersuchen.

  • Wegeketten: Es sollen die Wegeketten einzelner Personen, die in aus Haushaltsbefragungen erfasst wurden, auf Symmetrie untersucht werden.
  • Netzbelastungen: Es sollen Umlegungsrechnungen mit dem Verkehrsnachfragemodell der Region Stuttgart durchgeführt werden. Dabei sollen die Symmetrie der Belastungen für zwei Fälle untersucht werden: (1) die Nachfragematrix wird vor der Umlegung nicht symmetrisiert, (2) die Nachfragematrix wird vor der Umlegung symmetrisiert

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM und Access


Titel:

Einfluss der Rundung von Verkehrsnachfragematrizen auf das Umlegungsergebnis

Aufgabenstellung:

In der Verkehrsmodellierung werden Nachfragedaten in einer Matrix gespeichert. Während mikroskopische Nachfragemodelle stets Nachfragematrizen mit ganzzahligen Werten erzeugen (=Ortsveränderung einer Person), generieren makroskopische Modelle nicht ganzzahligen Nachfragewerte (= Wahrscheinlichkeiten von Ortsveränderungen). Das führt zu zwei Fragestellungen:

  • Wie stark unterscheiden sich die Ergebnisse einer Verkehrsumlegung mit einer ganzzahligen und einer nicht ganzzahligen Matrix, wenn die Zeilensummen der beiden Matrizen gleich sind.
  • Wie kann man eine ganzzahlige Matrix so mit einem nicht ganzzahligen Skalar (z.B. dem Anteil der Mitfahrer) multiplizieren, dass sich als Ergebnis wieder eine ganzzahlige Matrix ergibt, deren Zeilen- und Spaltensummen möglichst gut übereinstimmen.

Eine Literaturrecherche zu vorhandenen Verfahren bildet die Grundlage. Hier kann auf ähnliche Fragestellungen z.B. aus der Politik (Hare-Niemeyer) für die Aufteilung der Parlamentssitze zurückgegriffen werden. Darauf aufbauend soll eine eigene Methodik entwickelt werden, die es erlaubt aus einer Matrix einen bestimmten prozentualen Anteil zu ziehen ohne dabei die Struktur der Matrix zu verlieren. Der dabei entstehende Fehler soll möglichst gering ausfallen und die Aufteilungen in sich konsistent bleiben.


Titel:

Verkehrsnetze für Räder mit besonderen Anforderungen an den Verkehrsweg

Aufgabenstellung:

Radfahrer dürfen eine Straße dann ohne Einschränkungen befahren, wenn keine benutzungspflichtigen Radverkehrsanlagen vorhanden sind, wenn es sich bei der Straße nicht um eine Kraftfahrstraße (Zeichen 331 der Straßenverkehrsordnung) handelt und wenn es keine lokalen Radfahrverbote gibt. Diese Regeln gelten im Prinzip auch für Räder, die aufgrund ihrer Bauart breiter sind, z.B. Räder mit Anhängern oder Lastenräder. Bei Rikschas, mit denen Personen befördert werden sollen, ist die Regel unklar. Hier kann eine Ausnahmegenehmigung erforderlich sein. Aus planerischer und verkehrssicherheitlicher Sicht erscheint es unproblematisch, dass Rikschas Straßen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h nutzen. Eine Ausnahme stellen Einbahnstraßen dar, die von Radfahrern in Gegenrichtung genutzt werden dürfen, da hier aufgrund der Straßenbreite keine Fahrzeugbegegnungen möglich sind. Allerdings existieren in Städten in der Regel keine zusammenhängenden Netze mit v=30 km/h. Ortsveränderungen zwischen zwei Stadtteilen werden deshalb meist auf Teilabschnitten das Hauptstraßennetz nutzen müssen, dass nur teilweise mit Radverkehrsanlagen ausgestattet ist. In der Arbeit soll das Verkehrswegenetz der Stadt Stuttgart im Hinblick auf die Eignung für Räder mit besonderer Anforderung untersucht werden. Dazu sollen im VISUM Verkehrsmodell der Region Stuttgart folgende Arbeitsschritte durchgeführt werden:

  • Attributierung des Streckennetzes für die Zwecke der Untersuchung (Markierung von Strecken, die nicht benutzt werden dürfen oder sollen). Die Attributierung soll in Abstimmung mit der Stadt so erfolgen, dass die Stadt die Daten nach Abschluss der Arbeit übernehmen kann.
  • Automatisierte Ermittlung möglicher Radrouten zwischen allen Verkehrszellen der Stadt Stuttgart (= Umlegung), so dass eine möglichst große Fahrtweite auf geeigneten Strecken entfällt.
  • Ausweisung der Netzlücken, d.h. der Strecken, die im Hauptstraßennetz benutzt werden müssen, um die Gebiete mit geeigneten Straßen (z.B. Tempo 30 Zonen) zu verknüpfen.
  • Beispielhafte Entwicklung von Lösungen für diese Netzlücken.

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM


Titel:

Vergleich von ÖV-Angebotsdaten für die Verkehrsnachfragemodellierung

Aufgabenstellung:

Verkehrsnachfragemodelle werden für die Wirkungsabschätzung verkehrlicher Maßnahmen verwendet. Um die Auswirkungen von Maßnahmen auf das Verkehrssystem des öffentlichen Verkehrs (ÖV) abbilden zu können, ist es essentiell das ÖV-Angebot in einer entsprechenden Qualität im Angebotsmodell zu hinterlegen. Da ein händisches Erstellen einen zu hohen Aufwand mit sich bringt, versucht man digitale Daten zu nutzen, die den Aufbau eines ÖV-Angebotsmodells erleichtern. Oft wird zwischen den reinen Fahrplandaten und den Daten zum räumlichen Verlauf von Linien unterschieden. Die problemlose Verschneidung der beiden Datenquellen ist nicht immer sichergestellt.
Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die Daten des ÖV-Angebots gibt es eine Vielzahl an Datenformaten. Ziel der Masterarbeit ist es, einen Überblick über die in der Praxis verwendeten Datenformate zu geben und am praktischen Beispiel darzustellen, worauf beim Umgang mit den jeweiligen Formaten zu achten ist.
Im Rahmen der Masterarbeit sind die folgenden Aufgaben zu bearbeiten:

  • Literaturanalyse zu den Datenformaten Hafas, EFA, GTFS, OSM, RailML sowie weiteren (auch internationalen) Datenformaten und Möglichkeiten der Abfrage aus Fahrplanauskunftssystemen
  • Darstellung des Aufbaus, der Eigenschaften, der Abgrenzung und der Vor- und Nachteile der Datenformate
  • Aufzeigen von Datenquellen, auch mit Hinblick auf öffentlich zugängliche Quellen
  • Beispielhaftes Im- und Exportieren der Formate in die bzw. aus der Verkehrsplanungssoftware PTV VISUM:
  • Formulierung von Hinweisen für die Verwendung der jeweiligen Formate
  • Darstellung der Ergebnisse in einem Bericht

Titel:

Zielwahl im Personenverkehr – Umsetzung des bipolaren Zielwahlmodells im Verkehrsnachfragemodell der Region Stuttgart

Aufgabenstellung:

Das Verkehrsnachfragemodell der Region Stuttgart nutzt ein tourbasiertes Nachfragemodell, das Aktivitätenketten (Wohnen-Arbeiten-Einkaufen-Wohnne) in Wegeketten (Zelle i – Zelle j – Zelle k – Zelle i) überführt.

Das derzeit vorhandene Verkehrsnachfragemodell wurde mit VISUM 12 erstellt. In dieser Version war es noch nicht möglich Pflichtaktivitäten und andere Aktivitäten zu unterscheiden. In VISUM 14 ist das jetzt möglich. In der Arbeit soll der neue Ansatz für ein kleines Beispielmodell (Übung aus der Vorlesung) und für das Verkehrsnachfragemodell der Region Stuttgart umgesetzt und die Veränderung ermittelt werden.

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM


Titel:

Alternativrouten im Autobahnnetz

Aufgabenstellung:

Im bundesdeutschen Autobahnnetz sollen Netzmaschen identifiziert werden, die im Fall von Störungen als Alternativrouten dienen können. Im Rahmen der Arbeit ist ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Alternativrouten automatisiert gefunden werden können (basierend auf Verkehrsumlegungen). Außerdem sind geeignete Kenngrößen (z.B. zeitliche und räumliche Umwegigkeit) vorzuschlagen, mit denen die Haupt- und die Alternativroute bewertet werden kann.

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM


Titel:

Modellierung der Fahrstreifenwechselvorgänge in einer mikroskopischen Verkehrsflusssimulation

Aufgabenstellung:

Über die Zahl der Fahrstreifenwechselvorgänge auf Autobahnen ist wenig bekannt. In der Arbeit sollen vorhandene Daten und Annahmen zu Fahrstreifenwechselvorgängen zusammengetragen werden. Eventuell können mit ANPR-Systemen oder durch Videoaufnahmen von Brücken auch Fahrstreifenwechselvorgänge erfasst werden. Diese Daten sollen dann mit den Fahrstreifenwechselvorgängen im mikroskopischen Verkehrsflusssimulationsmodell VISSIM verglichen werden.

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISSIM


Titel:

Robustheit des Verkehrsangebots im ÖV der Region Stuttgart

Aufgabenstellung:

Ein Verkehrsangebot kann als robust bezeichnet werden, wenn es für möglichst viele Situationen (z.B. Streckensperrungen) eine angemessene Angebotsqualität (z.B. Reisezeit) anbietet. In Störfallsituationen wird es in der Regel zu Verspätungen kommen. Ein robustes Angebot bietet aber alternative Routen, so dass die Zeitverluste reduziert werden. Ziel der Arbeit ist es einen allgemeinen Robustheitstest für ÖV-Netze zu entwickeln und auf die Region Stuttgart anzuwenden. Dazu sollen. u.a. folgende Schritte durchgeführt werden:

  • Definition der Begriffe Robustheit, Resilienz und Zuverlässigkeit (Literaturrecherche) in Bezug auf verkehrliche Probleme.
  • Entwicklung eines Robustheitstests für ÖV-Netze. Das kann z.B. durch eine systematische oder zufällige Sperrung von Strecken erfolgen.
  • Durchführung des Tests mit dem Verkehrsnachfragemodell der Region Stuttgart und Berechnung geeigneter Kenngrößen (Zeitverluste, etc.)

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM


Titel:

Automatisierte Dokumentation eines Verkehrsnachfragemodells

Aufgabenstellung:

Ein Verkehrsnachfragemodell enthält viele Daten, die das Verkehrsangebot und die Verkehrsnachfrage beschreiben. Dazu kommen Strukturdaten für die Verkehrserzeugung und Zähldaten für die Validierung. Ein Modellierer soll das Verkehrsnachfragemodell in einem Modellhandbuch dokumentieren. Ziel der Arbeit ist es ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen, mit dem ein Teil der Dokumentation möglichst automatisiert erstellt wird. Die Dokumentation könnte u.a. folgende Informationen enthalten:

  • Netzmodell: Anzahl Zellen, ggf. differenziert nach einem benutzerdefinierten Attribut (z.B. Zentralität). Streckennetzlänge differenziert nach einem benutzerdefinierten Attribut (z.B. Straßenklasse, Geschwindigkeitsklasse), etc.
  • Strukturgrößen: Zahl der Einwohner, Arbeitsplätze, usw.
  • Nachfragedaten: Modal-Split-Werte
  • Umlegungsergebnisse: Personen- bzw. Fahrzeugkilometer differenziert nach Gebieten.

Die Ergebnisse sollen mit Hilfe einer Visual Basic Application aus einer VISUM Versionsdatei ausgelesen und in eine Worddatei mit erläuterndem Text und/oder eine Exceldatei übernommen werden.

Voraussetzungen:

  • Kenntnisse in VISUM und VBA
  • Lust am Programmieren

Titel:

Aufbau eines OpenSource Nachfragemodells für den Personenverkehr in Deutschland – Teil Verkehrszellen & Strukturdaten

Aufgabenstellung:

Der Lehrstuhl will in mehreren studentischen Arbeiten aus allgemein verfügbaren Daten ein multimodales Verkehrsnachfragemodell für den Personenverkehr in Deutschland erstellen. Ziel der Arbeit ist es für dieses Modell die Verkehrszellen festzulegen mit Strukturdaten (insbesondere Einwohner) zu versorgen.

  • Analyse der Verkehrszelleneinteilung in vorhandenen Deutschlandmodellen
  • Recherche welche räumlichen Abgrenzungen (Landkreise, Gemeinden, Stadtbezirke) allgemein verfügbar sind.
  • Recherche welche Strukturdaten verfügbar sind
  • Aufbereitung der Daten: Erstellung eines Verkehrszellensystems und Versorgung mit Strukturdaten
  • Dokumentation

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM

Geeignet für eine Einzel - oder Gruppenarbeit


Titel:

Aufbau eines OpenSource Nachfragemodells für den Personenverkehr in Deutschland – Teil Netzmodell Straße

Aufgabenstellung:

Der Lehrstuhl will in mehreren studentischen Arbeiten aus allgemein verfügbaren Daten ein multimodales Verkehrsnachfragemodell für den Personenverkehr in Deutschland erstellen. Ziel der Arbeit ist es für dieses Modell das Netzmodell für den Straßenverkehr zu erstellen:

  • Auswahl und Übernahme der erforderlichen Knoten und Strecken aus der Datenquelle OpenStreetMap.
  • Aufbereitung der Daten: Typisierung der Strecken, Vereinfachung des Netzmodells für die Zwecke der Nachfragemodellierung
  • Berechnung von Kenngrößenmatrizen (Reisezeiten, Entfernungen)
  • Zuspielung von Verkehrsstärkezahlen aus Dauerzählstellen (Quelle: BASt)
  • Dokumentation

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM

Geeignet für eine Einzel - oder Gruppenarbeit


Titel:

Aufbau eines OpenSource Nachfragemodells für den Personenverkehr in Deutschland – Teil Netzmodell ÖV / Schiene

Aufgabenstellung:

Der Lehrstuhl will in mehreren studentischen Arbeiten aus allgemein verfügbaren Daten ein multimodales Verkehrsnachfragemodell für den Personenverkehr in Deutschland erstellen. Ziel der Arbeit ist es für dieses Modell das Netzmodell für den ÖV zu erstellen:

  • Recherche über verfügbare Daten
  • Auswahl und Übernahme der erforderlichen Knoten und Strecken für den Schienenverkehr aus der Datenquelle OpenStreetMap.
  • Aufbereitung der Daten: Typisierung der Strecken, Vereinfachung des Netzmodells für die Zwecke der Nachfragemodellierung
  • Übernahme und Aufbereitung der Linienwege und Fahrpläne im Schienenverkehr. Falls die Daten nicht digital verfügbar sind, sollen Näherungslösungen für den Schienenpersonenfernverkehr erstellt werden.
  • Berechnung von Kenngrößenmatrizen (Reisezeiten, Umsteigehäufig¬keit, Entfernungen)
  • Dokumentation

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM

Geeignet für eine Einzel - oder Gruppenarbeit


Titel:

Aufbau eines OpenSource Nachfragemodells für den Personenverkehr in Deutschland – Teil Nachfragemodell

Aufgabenstellung:

Der Lehrstuhl will in mehreren studentischen Arbeiten aus allgemein verfügbaren Daten ein multimodales Verkehrsnachfragemodell für den Personenverkehr in Deutschland erstellen. Ziel der Arbeit ist es für dieses Modell ein geeignetes Verkehrsnachfragemodell zu erstellen:

  • Ableitung von Mobilitätsraten und Wegeweiten aus vorhandenen Verkehrserhebungen (MiD)
  • Festlegung geeigneter Nachfragesegmente (Personengruppen oder Wegezwecke)
  • Erstellung und Validierung eines Verkehrserzeugungsmodells: Vergleich der beobachteten und berechneten Mobilitätsraten
  • Erstellung und Validierung eines Zielwahlmodells: Validierung anhand der Fahrtweitenverteilung und aggregierter Personenkilometer (Quelle: Verkehr in Zahlen)
  • Erstellung und Validierung eines Verkehrsmoduswahlmodells: Validierung anhand aggregierter Personenkilometer (Quelle: Verkehr in Zahlen)
  • Verkehrsumlegung: Vergleich der Ergebnisse mit den Verkehrsstärken aus Dauerzählstellen.
  • Dokumentation

Voraussetzung:

Kenntnisse in VISUM

Geeignet für eine Einzel - oder Gruppenarbeit

Titel:

Überprüfung von Siedlungsstrukturdaten für die Verwendung in Verkehrsnachfragemodellen

Aufgabenstellung:
Verkehrsnachfragemodelle bestimmen die Anzahl der Ortsveränderungen, die die Verkehrsteilnehmenden im Verkehrsnetz durchführen. Sie bilden hierfür die Entscheidungsprozesse von Menschen nach, die zu Ortsveränderungen führen. Die Qualität eines Verkehrsnachfragemodells wird maßgeblich von der Qualität der Eingangsdaten bestimmt.
Eine wesentliche Art von Eingangsdaten sind sogenannte Siedlungsstrukturdaten. Siedlungsstrukturdaten umfassen die Siedlungsflächen, die Einwohnerdaten differenziert nach Altersklassen und die Standortdaten von Aktivitätenorten mit zugehörigen Eigenschaften (Arbeitsstandorte / Arbeitsplätze, Schulstandorte / Schulplätze, Einkaufsstandorte / Größenklasse).
Siedlungsstrukturdaten sollten – so wie alle Eingangsdaten – beim Aufbau des Verkehrsnachfragemodells auf ihre Qualität hin untersucht werden. Folgende Analysen sollten im Zuge der Qualitätssicherung der Siedlungsstrukturdaten durchgeführt werden:

  • Prüfung der Siedlungsdichte (Einwohner bezogen auf die Siedlungsfläche) auf Zellenebene,
  • Prüfung der Arbeitsplatzdichte (Arbeitsplatzdichte bezogen auf die Siedlungsfläche) auf Zellenebene,
  • Prüfung des Verhältnisses der Arbeitsplätze pro Einwohner und der Erwerbstätigen pro Arbeitsplatz auf Gemeindeebene,
  • Prüfung des Verhältnisses der Schüler pro Schulplätze auf Gemeindeebene,
  • Vergleich der aggregierten Siedlungsstrukturdaten (Einwohner, Beschäftigte am Arbeitsplatz) auf Gemeindeebene mit Daten der statistischen Ämter,
  • stichprobenhafte Prüfung der Einzeldatensätze, wenn Standortdaten als Einzelpunkte (POI) vorliegen und
  • visuelle Prüfung mit Hilfe von Dichtekarten.

Im Rahmen der Arbeit soll einer Bewertungsmethodik für die Qualitätsprüfung von Siedlungsstrukturdaten unter Einbeziehung der oben genannten Analysen erarbeitet werden.


Titel:

Bestimmung der Überholvorgänge auf deutschen Autobahnabschnitten

Aufgabenstellung:
Ein Überholvorgang ist ein wesentlicher Bestandteil der Fahrzeugmanöver im fließenden Verkehr. Auf Bundesautobahnen ist das überholen von langsam fahrenden Fahrzeugen, durch die Anzahl der existierenden Fahrsteifen, leichter möglich. Obwohl in Deutschland das Rechtfahrgebot gilt wird der linke (bzw. mittlere) Fahrsteifen gerne zum "dauerhaften" befahren genutzt. In der studentischen Arbeit soll untersucht werden wieweit das Gebot berücksichtigt wird. Dazu muss der Vorgang des Überholens definiert werden und die Anzahl der Überholvorgänge bestimmt werden.
Die RWTH Aachen stellt für Forschungszwecke einen geeigneten Datensatz mit Trajektorien zu unterschiedlichen Tageszeiten und Streckenabschnitten zur Verfügung (https://www.highd-dataset.com/). Die gewonnenen Kenntnisse können für die mikroskopische Simulation genutzt werden.


Titel:

Leistungsfähigkeitsuntersuchung für einen Kreisverkehr in Hanau

Aufgabenstellung:

Für einen vorhandenen Kreisverkehrsplatz (Kurt-Blaum-Platz) in der Stadt Hanau soll eine Leistungsfähigkeitsuntersuchung durchgeführt werden. Eine Leistungsfähigkeitsuntersuchung nach HBS ergibt für diesen Kreisverkehr eine ausreichende Qualitätsstufe. In der Praxis zeigt sich jedoch eine schlechtere Qualität als das HBS erwartet. Aufgabe der Arbeit ist es, die Gründe für diese Abweichungen zu ermitteln. Dazu sollen vorhandene Videoaufnahmen genutzt werden, um die Grenz- und Folgezeitlücken zu ermitteln und mit dem HBS zu vergleichen. Außerdem ist der Einfluss des Fußgängerverkehrs zu berücksichtigen.

Kreisverkehr Hanau

Titel:

Wert der Privatsphäre bei Ortsveränderungen

Aufgabenstellung:

Viele Verkehrsplaner und Verkehrspolitiker setzen große Hoffnungen auf Carsharing und Ridesharing als eine Lösung für städtische Verkehrsprobleme. Man erhofft sich weniger Fahrzeuge, weniger Parkraumbedarf und zumindest beim Ridesharing weniger Fahrzeugkilometer. Im Moment sind Sharingangebote noch Nischenangebote, da die Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen immer mit einem Zugangsweg verbunden ist und öffentliches Ridesharing mit Fahrer relativ teuer ist. Fahrerlose Fahrzeuge ermöglicht neue Mobilitätsangebote beim Carsharing und Ridesharing. Das geteilte Auto kann dann ähnlich wie ein privates Auto genutzt werden. Aber auch dann gibt es deutliche Unterschiede:

  • Carsharing: Das Fahrzeug kann wie ein fahrerloses Taxi genutzt werden, der Nutzer kann aber keine Gegenstände (z.B. Sporttasche, Einkaufstüten) im Fahrzeug lassen.
  • Ridesharing: Das Fahrzeug wird immer mit fremden Personen geteilt.


Deshalb stellt sich die Frage, welchen Wert der private Pkw für Menschen in einem Zustand hat, in dem es sehr einfach und preiswerter ist, ein geteiltes Fahrzeug zu nutzen. Um diesen Wert abzuschätzen, soll eine webbasierte Umfrage erstellt, durchgeführt und ausgewertet werden. Dazu sind folgende Arbeitsschritte durchzuführen:

  • Entwurf des Fragebogens als sog. Stated Choice-Befragung (Vorgehensweise wird erläutert)
  • Umsetzung des Fragebogens mit dem Tool LimeSurvey
  • Durchführung der Befragung
  • Auswertung der Befragung

Titel:

Matrix des Schiffverkehrs

Aufgabenstellung:

Die Zahl der Frachtschiffe und Tanker, die auf den Weltmeeren für den Transport von Waren unterwegs sind, ist mit relativ klein (z.B. 16.500 Containerschiffe). Jedes Schiff ist zwischen zwei Häfen häufig mehrere Wochen unterwegs. In der Arbeit soll versucht unter Nutzung öffentlich zugänglicher Quelle (z.B. http://www.schiffsradar24.net) eine Matrix (Starthafen – Zielhafen) aller Schifffahrten von Frachtschiffen und Tanker zu erstellen und die Frachtmenge (TEU = Twenty-foot Equivalent Unit, ein Maß für Kapazitäten von Containerschiffen und Hafenumschlagsmengen) abzuschätzen.
In einer Masterarbeit soll die Matrix zusätzlich in VISUM abgebildet werden. Dazu ist ein geeignetes Netzmodell mit Häfen und Schifffahrtsrouten zu erstellen


Titel:

Anwendungsmöglichkeiten für moovel OpenDataCam

Aufgabenstellung:

Mit der Technologie von neuronalen Netzen und Machine Learning ist die automatisierte Objektdetektion erst möglich geworden. In der Wissenschaft gibt es bereits zahlreiche Anwendungsfelder solcher Techniken. Sie reichen von der Gesichtserkennung bis zur Spracherkennung oder der verbesserten Suche in Kartendiensten. Auch in der Verkehrswissenschaft und der notwendigen Verkehrserhebung eröffnet es neue Möglichkeiten. Die Objekterkennung kann genutzt werden, um z.B. Verkehrsteilnehmer zu erfassen. Daraus lassen sich Verkehrsstärken bestimmen, Abbiegeanteile ableiten oder die Fahrzeugzusammensetzung erfassen.
Mit dem OpenDataCam Projekt (https://opendatacam.moovellab.com/) bietet moovel jedem die Chance als „urban data miner“ aktiv zu werden. In der studentischen Arbeit sollen die Anwendungsmöglichkeiten für die Verkehrserfassung bestimmt werden. Dazu muss sich der Studierende in die Thematik einarbeiten, die OpenDataCam einrichten und anschließen die Messqualitäten gegenüber anderen Methoden evaluieren.
Die Arbeit wird in Kooperation mit moovel Group GmbH durchgeführt.


Titel:

Optimale Netze für den ÖV – Entwurf von Lösungen für Beispielnetze

Aufgabenstellung:

Das Verkehrsangebot im ÖV hat die primäre Aufgabe, Fahrgäste zu befördern. Der ÖV soll darüber hinaus eine Alternative zum Pkw anbieten, da er verglichen mit dem Pkw auf einem Fahrweg gleicher Breite deutlich mehr Menschen als der Pkw befördern kann und ab einem durchschnittlichen Auslastungsgrad der Sitzplätze von rund 40% einen niedrigeren spezifischen Energieverbrauch pro Personenkilometer aufweist. Diese positiven Eigenschaften des ÖV dienen als eine Rechtfertigung öffentlicher Zuschüsse für den ÖV. Da bei einem Ausbau des ÖV die Kosten in der Regel stärker steigen als die Erlöse, müssen bei einer integrierten Planung im öffentlichen Verkehr die Wirkungen auf die Fahrgäste und die Wirkungen auf die Betreiber gleichermaßen berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich die Fragestellung für die Arbeit:

Wie sieht ein Angebot im öffentlichen Verkehr, das möglichst optimal ist?

Ziel der Arbeit ist es für kleine Beispielnetze (das verlinkte Bild zeigt ein Beispielnetz) und eine vorgegebene Verkehrsnachfrage Lösungen für ein ÖV-Angebot zu entwickeln. Eine Lösung enthält dabei den Linienplan, den Fahrplan und den Fahrzeugumlaufplan.


Titel:

Analyse des kleinräumigen Routenwahlverhaltens im Kfz-Verkehr

Aufgabenstellung:

Kleinräumige Routenalternativen führen häufig durch das nachgeordnete Straßennetz. Diese Routenalternativen werden regelmäßig genutzt, da sie im Normal kürzer sind (z.B. Lenzhalde vs. oberer Herdweg) oder sie werden im Fall von Störungen auf der Hauptroute genutzt. Im Rahmen der Arbeit soll die Routenwahl für eine oder zwei Beispiele mit Hilfe von automatischen Kennzeichenerfassungssystemen erfasst und analysiert werden.

Geeignet für eine Gruppenarbeit (3 Personen)


Titel:

Zielwahl im Personenverkehr – empirische Validierung des bipolaren Zielwahlmodells

Aufgabenstellung:

Im 4-Stufenalgorithmus wird angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit ein Ziel zu wählen von der Attraktivität des Ziels und dem Aufwand zur Erreichung des Ziels abhängt.
Modellerweiterungen gehen davon aus, dass Orte für Aktivitäten innerhalb einer Ellipse um den Wohnort und den Ort der Pflichtaktivität (Arbeiten, Ausbildung) bei der Zielwahl präferiert werden. Dieses Modell wird bipolares Zielwahlmodell genannt. Ziel der Arbeit ist es das bipolare Zielwahlmodell anhand von Befragungsdaten aus der Region Stuttgart zu validieren (ca. 13.700 Personen, 290.000 beobachtete Wege, ca. 91.000 unterschiedliche Personenorte).

Voraussetzung:

Kenntnisse in Access

 

 

Hinweis

Bitte beachten Sie folgende Empfehlungen für die Anfertigung von studentischen Arbeiten am Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik: